02. August 2016

Heimische Landwirte nicht benachteiligen
CDU kritisiert Richtlinie zur Vergabe von Pachtflächen in Schortens
„Noch vor wenigen Wochen haben sich viele Menschen für die Unterstützung unserer Landwirte stark gemacht. Mit der neuen Richtlinie zur Vergabe von Landpachten machen wir es den Schortenser Betrieben auf der anderen Seite sehr schwer, wirtschaftlich zu arbeiten", sagt CDU Fraktionsvorsitzender Axel Homfeldt. In einem Antrag an den Rat fordert die CDU jetzt, den vorgelegten Entwurf nicht in der nächsten Ratssitzung zu beschließen, sondern erneut zu beraten. 

Die vorgestellte Richtlinie der Stadt enthält ein Bewertungssystem nach Punkten. Arbeitet ein Betrieb, der sich um eine Pachtfläche bewirbt, nach Ökomaßstäben, erhält er 30 Punkte. Ein konventioneller Betrieb hingegen nur 10. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Kriterien, nach denen diese Punkte vergeben werden. „Unter dem Strich kommt dabei heraus, dass ein Ökobetrieb in fast jedem Fall den Zuschlag erhält. Auch wenn er seinen Sitz nicht in Schortens hat", erläutert der CDU-Politiker. In Schortens gebe es einen einzigen Biobetrieb. Der arbeite ausschließlich auf seinen eigenen Flächen. Hieße also, dass ein Biobetrieb aus dem Umland bei diesem Bewertungssystem fast zwangsläufig den Zuschlag erhalte und die Schortenser Landwirte das Nachsehen hätten. „Wir möchten diese Richtlinie noch einmal überarbeiten, um die Benachteiligung der landwirtschaftlichen Betriebe in unserer Stadt zu verhindern", so Homfeldt abschließend.
© Homfeldt - Kreatives Marketing