29. Juni 2016

„Wenn wir gebraucht werden, dann sind wir da"
CDU Schortens informiert sich über die Polizeiarbeit vor Ort


Die Zahl der Wohnungseinbrüche nimmt gefühlt immer mehr zu. Wie gesagt, gefühlt. In Schortens direkt stimmt das nur bedingt. Das erläuterte der Leiter des Polizeikommissariats in Jever, Holger Wermerßen, jetzt einer Besuchergruppe der CDU Schortens. Gemeinsam mit dem Leiter der Polizeistation in Schortens, Bernd Wilkens, erläuterte Wermerßen die Kriminalitätsentwicklung vor Ort. Grundsätzlich befinde sich Friesland und auch Schortens in einem guten, weil rückläufigen, Trend. Bei den Wohnungseinbrüchen sank die Zahl von 34 Fällen in 2014 auf 22 im Jahr 2015. Auch bei Raub und Körperverletzungen seien die Zahlen rückläufig.

In Schortens sind acht Polizisten im Dienst. Besetzt ist die größte Polizeistation im Bereich Wilhelmshaven/Friesland von 7 bis 20 Uhr. In anderen Zeiten rücken Beamte aus Jever zum Streifendienst aus. „Das sind unsere Kernzeiten, die auf vielen Jahren Erfahrung beruhen. Bei Bedarf, etwa bei besonderen Einsatzlagen, werden die Kräfte natürlich aufgestockt. Wenn wir gebraucht werden, dann sind wir da", so Kriminalrat Wermerßen.
Obwohl die Anzahl der in Schortens eingesetzten Beamten ist, seien die Beamten bisweilen stark belastet. Diese Belastung erführen alle eingesetzten Kräfte im Bereich des Polizeikommissariats Jever, da unter anderem der Respekt in der Bevölkerung abnehme und neue Tätigkeitsfelder in der Polizeiarbeit entstünden. Zudem nehme die Polizei auch Tätigkeiten wahr, für die nicht unbedingt Vollzugsbeamte erforderlich seien. Als Beispiel nannte der Polizeichef beispielsweise die Begleitung von Schwertransporten. In diesem Bereich werde bereits an Lösungen gearbeitet und es gebe erste gute Ergebnisse, um die Beamten zu entlasten.
Sehr erfreut zeigte sich Wermerßen über die gute Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt Schortens. „Das läuft sehr gut und wirklich reibungslos", ergänzte Bernd Wilkens. Dieses sei insbesondere im Bereich der Kriminalitätsprävention von großer Bedeutung. „Im besten Falle müssen wir nicht mehr gerufen werden, weil nichts passiert", sagt Holger Wermerßen. Er unterstrich damit die große Bedeutung der Polizeiarbeit im Bereich der Aufklärung und Prävention. Beispielsweise kläre die Polizei gerne darüber auf, wie man die eigenen vier Wände noch sicherer machen könne. In diesem Zusammenhang wieß Holger Wermerßen darauf hin, wie wichtig eine wachsame Nachbarschaft sei. „Wir freuen uns über jeden Hinweis", so der Leiter des Kommissariats in Jever.
Von der Diskussion um sogenannte „Hilfspolizisten" hält der Leiter des Polizeikommissariats in Jever nichts. „Zu mehr Beamten würde ich sicher nicht nein sagen. Allerdings brauchen wir gut ausgebildete Männer und Frauen. Und das dauert nun einmal drei Jahre", so Wermerßen. Die Bewerberlage im Bereich Oldenburg sei sehr gut, so dass die Polizeipräsenz auch in Zukunft gesichert sei.
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